Wer bei uns auf der Matte steht, kennt Christian Schön als Schwarzgurt und Trainer. Seit Kurzem gibt es einen zweiten Bereich: Unter dem Namen “Ein Atemzug” bietet er Freediving-Ausbildungen an und hat dabei den Abschluss als PADI Advanced Freediver Instructor im Rücken.
Auf den ersten Blick sind das zwei verschiedene Welten. Auf den zweiten Blick ist es dasselbe Thema, nur in einem anderen Element.
Kurzzusammenfassung
- Christian Schön bietet ab sofort Freediving-Ausbildungen unter der Marke “Ein Atemzug” an.
- Der nächste Termin ist der 24. September 2026, eine Freiwasserausbildung in Hemmoor.
- Maximal vier Teilnehmer. Theorie- und Pooleinheiten werden vorab individuell abgestimmt.
- Abschluss ist ein international anerkanntes PADI-Zertifikat.
- Atemtraining bedeutet nicht, möglichst lange die Luft anzuhalten, sondern den eigenen Zustand zu steuern, statt auf einen Reiz sofort zu reagieren. Genau das brauchst du auch auf der Matte.
- Das Angebot ist besonders interessant für Bademeister, Rettungsschwimmer und DLRG-Mitglieder.
Warum passt das zum Kampfsport?
Von außen betrachtet besteht Freediving aus zwei Zahlen: wie tief und wie lange. Für Christian ist das der uninteressante Teil. Der eigentliche Inhalt ist ein Ablauf, der in jeder angespannten Situation gleich funktioniert.
| Schritt | Was passiert | Was Du übst |
| Wahrnehmen | Ein Reiz entsteht, der Stress auslösen möchte | Ihn bemerken, statt ihn zu verdrängen |
| Nicht sofort reagieren | Die automatische Reaktion setzt aus | Den Moment zwischen Reiz und Handlung öffnen |
| Kontrollieren | Atmung bewusst einsetzen, Körper herunterfahren | Den eigenen Zustand aktiv verändern |
| Bewusst handeln | Die Entscheidung fällt aus der Ruhe heraus | Handeln statt reagieren |
Im Wasser ist das Feedback brutal ehrlich. Wer sich anstrengt, verbraucht mehr Sauerstoff und muss früher hochkommen. Wer sich entspannt, hat mehr Zeit.
Das gleiche Prinzip auf der Matte
Wer schon einmal Brazilian Jiu-Jitsu trainiert hat, erkennt es sofort wieder. Der häufigste Grund, warum Einsteiger nach kurzer Zeit völlig erschöpft sind, ist nicht mangelnde Kondition. Es ist die Kombination aus angehaltener Luft und dauerhaft angespannter Muskulatur.
Im BJJ arbeitest du mit Technik und Hebelwirkung statt mit maximalem Krafteinsatz. Ein Fortgeschrittener wirkt deshalb oft langsamer und entspannter als ein Anfänger, obwohl er der Überlegene ist. Er atmet weiter und spannt nur dort an, wo es die Technik verlangt. Den Rest lässt er locker.
Genau diese Fähigkeit trainierst du im Freediving, isoliert und ohne Ablenkung. Deshalb ergänzen sich die beiden Bereiche besser, als es von außen aussieht.
Was in der Ausbildung steckt
Der Kurs deckt fünf Bereiche ab:
| Bereich | Was dahintersteckt |
| Atemtechnik und Entspannung | Kontrolle über Atmung und Körper. Der Teil, der auch außerhalb des Wassers wirkt |
| Effektives Tauchen | Effizient und sicher mit einem Atemzug |
| Sicherheit und Rettung | Buddy System, Notfall und Rettungstechniken |
| Pool und Freiwasser | Training im Pool und im offenen Wasser |
| PADI Zertifikat | International anerkannt |
Christian bringt nach eigener Beschreibung langjährige Erfahrung im Freitauchen, im Ironman und im Kampfsport mit. Wer bei ihm trainiert, weiß, was das in der Praxis bedeutet: Er ist sehr genau, sehr geduldig und interessiert sich für die Menschen vor sich.
Der nächste Termin: 24. September 2026 in Hemmoor

Die nächste Freiwasserausbildung findet am 24. September 2026 in Hemmoor statt. Dabei sind drei Dinge wichtig:
- Theorie und Pooleinheiten werden vorab individuell abgestimmt, der Termin in Hemmoor ist der Freiwasserteil.
- Maximal vier Teilnehmer. Das ist keine Marketingaussage, sondern der Grund, warum eine solche Ausbildung überhaupt intensiv sein kann.
- Vier Plätze sind schnell voll. Wenn dich das Thema interessiert, melde dich lieber früher als später.
So meldest Du Dich an:
Die Anmeldung läuft direkt über Christian.
- Website: https://www.einatemzug.de/
- Mail: schoen@gmx.com
- Telefon: 0177 860 55 90
- Instagram: einatemzug.hamburg
Und wenn Du erst einmal das Prinzip an Land erleben willst: Das Probetraining bei uns in Hamburg Alsterdorf ist kostenlos und unverbindlich. Auf der Matte trainierst Du den Umgang mit Druck bei jeder Einheit mit, ganz ohne Wasser.
Besonders relevant für Rettungskräfte.
Ein Punkt, der leicht untergeht: Das Angebot richtet sich auch ausdrücklich an Bademeister, Rettungsschwimmer und DLRG-Mitglieder. Für diese Gruppe ist Freediving keine Freizeitbeschäftigung, sondern eine zusätzliche berufliche Kompetenz.
Wer beruflich Menschen aus dem Wasser holt, profitiert unmittelbar von besserer Atemkontrolle, ruhigerem Verhalten unter Belastung und den Rettungstechniken aus dem Kurs. Das ist die Art von Zusatzqualifikation, die im Ernstfall den Unterschied macht.
Ein Sicherheitshinweis, der nicht verhandelbar ist
Wenn du nach diesem Beitrag Lust bekommst, das Luftanhalten selbst auszuprobieren, gilt eine Regel ohne Ausnahme: Übungen mit angehaltenem Atem im oder unter Wasser niemals allein durchführen.
Der Grund ist, dass der Körper das Aussetzen des Bewusstseins beim Apnoetauchen nicht zuverlässig ankündigt. Wer allein im Wasser trainiert, hat im Ernstfall niemanden, der eingreift. Deshalb wird Apnoe ausschließlich mit ausgebildeter Begleitung trainiert und deshalb steht dieser Hinweis hier.
Trockenübungen, also Atemtechniken an Land, sind davon nicht betroffen. Die einfachste Grundregel dafür lautet: Das Ausatmen sollte länger dauern als das Einatmen. Eine lange, ruhige Ausatmung ist das verlässlichste Signal an den Körper, dass er herunterfahren darf. Wenn du gesundheitliche Vorbelastungen hast, insbesondere am Herzen oder am Kreislauf, sprich vorher mit deinem Arzt.
Häufige Fragen
Muss ich BJJ trainieren, um mitmachen zu können?
Nein. Die Freediving Ausbildung ist ein eigenständiges Angebot und steht allen offen. Der Bezug zum Kampfsport ist inhaltlich, nicht organisatorisch.
Muss ich besonders fit oder ein guter Schwimmer sein?
Freediving lebt von Entspannung, nicht von Kraft. Sicher schwimmen können solltest Du. Ob Deine Voraussetzungen passen, klärst Du am besten direkt mit Christian, weil Theorie und Pooleinheiten ohnehin individuell abgestimmt werden.
Was bringt mir das für den Kampfsport?
Sehr direkt: Wer beim Rollen ruhig weiteratmet, hält länger durch und trifft bessere Entscheidungen. Der Effekt ist im BJJ eher größer als in Sportarten, in denen es nur um Ausdauer geht.
Bekomme ich ein Zertifikat?
Ja, ein PADI Zertifikat, das international anerkannt ist.
Wie viele Teilnehmer sind dabei?
Maximal vier. Das ist bewusst so gewählt, damit jeder persönlich betreut werden kann.
